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Richtig Lüften!

Richtig Lüften!

Jeden Tag verdunsten in einem Haushalt mit vier Personen rund zwölf Liter Wasser  Diese Feuchtigkeit in Form von Wasserdampf muss aus den Räumen abziehen können. Mindestens zwei Mal am Tag sollte man die Zimmer aus diesem Grund für zehn Minuten mit weit geöffneten Fenstern lüften. Idealerweise öffnet man im Haus auch ein gegenüberliegendes Fenster und sorgt so kurzfristig für Durchzug. Die verbrauchte Luft kann so am besten gegen frische ausgetauscht werden.

Im Schlafzimmer sollte man nach dem Aufstehen gut durchlüften, so lange das Bettzeug noch warm ist. Über Nacht werden Fenster und Rollläden dafür optimalerweise geschlossen gehalten. So bleibt die Wärme im Haus.

Die Thermostate sollten während des Lüftens auf die Nullstellung drehen, da das Einströmen kalter Luft dazu führt, dass sie die Heizkörper erwärmen.

Das Fenster permanent „auf Kipp“ stehen zu haben, ist keine gute Alternative zum Stoßlüften. Der Austausch der Luft dauert dann wesentlich länger – bis zu 75 Minuten. Zudem wird rund zehn Mal weniger Luft ausgetauscht als bei einer fünfminütigen Stoßlüftung. Da außerdem die Wände sehr auskühlen, erhöht sich die Gefahr von Feuchtigkeitsbefall. Zu guter Letzt ist Dauerlüften kontraproduktiv, wenn man Heizkosten sparen möchte. Einen zu sehr ausgekühlten Raum wieder zu erwärmen, benötigt nämlich viel Heizkraft.

Wer die Heizung zu sehr aufdreht, reduziert zwar das Schimmelrisiko. Jedoch treibt er die Kosten damit unnötig in die Höhe und schade auch noch seiner Gesundheit. Durch zu starkes Heizen sinkt die Luftfeuchtigkeit in Zimmern nämlich stark ab. Das wiederum geht zu Lasten der Atemwege sowie Binde- und Schleimhäute und der Haut, die dadurch austrocknen. Eine höhere Anfälligkeit für Krankheiten und Infekte sind die Folge.

Eine konstante Temperatur in den Räumlichkeiten ist auf jeden Fall ratsamer. Als durchschnittliche Temperatur am Tag sind 20 Grad ein guter Mittelwert. In der Nacht ist eine Durchschnittstemperatur von 15 Grad optimal.

Die Temperatur in Zimmern sollte 14 Grad nicht unterschreiten. Es dauert zu lange, diese Räume wieder auf eine höhere Temperatur zu bringen. Bei Räumen, die dauerhaft zu kalt sind oder die nie richtig beheizt werden, droht Schimmel, da die Feuchtigkeit an kalten Wänden kondensiert. Je nach Schimmelart kann der Befall schon nach vier Tagen sichtbar werden. Je kühler Räume sind, umso häufiger muss man sie lüften.

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