Wirtschaftsregion Rhein-Main Teil III:
Günstiges Investitionsklima im Kreis Groß-Gerau

18.10.2021 | Autor: Anton J. Lorenz | Lesezeit: 15 min

Von der Dynamik in der bedeutenden Wirtschaftsregion Frankfurt-Rhein-Main profitieren Kapitalanleger bei Ihren Zukunftsinvestitionen und Selbstnutzer auf der Suche nach einem neuen Betriebsstandort gleichermaßen. Der Kreis Groß-Gerau rückt durch seine Nähe zur Metropole „Mainhattan“ und seine hervorragende Einbindung in die Infrastruktur des Ballungsraums im dritten Teil unserer Reihe näher in den Blick.   

Der hohe Stellenwert des Wirtschaftsraums Frankfurt-Rhein-Main ergibt sich maßgeblich aus dem Branchenmix international agierender Unternehmen in nahezu allen Branchen und Schlüsselindustrien. Der polyzentrische Verdichtungsraum Rhein-Main mit seinen angrenzenden Metropolen Mainz, Wiesbaden und Darmstadt ist internationale Logistikdrehscheibe im europäischen Güter- und Warenverkehr und Zentrum für innovative Entwicklungen in Wissenschaft und Forschung mit entsprechenden Synergieeffekten auf Unternehmensgründungen etwa in den Bereichen Bio- und Medizintechnologie, digitale Wirtschaft oder Automotive. Unter dieser Perspektive blicken wir auf den Kreis Groß-Gerau vor den Toren der Mainmetropole Frankfurt mit besonderem Interesse. Hier bieten sich für Kapitalanleger sehr gute Optionen für ihre Zukunftsinvestitionen in Gewerbeimmobilien. Selbstnutzer einer Immobilie, die etwa auf der Suche nach einem geeigneten Firmenstandort sind, bieten sich interessante Möglichkeiten (zum Kauf oder zur Miete): Regional tätige Gewerbebetriebe und international aufgestellte Unternehmen finden in der Region gleichermaßen ideale Standortbedingungen.  

Innovationsraum Kreis Groß-Gerau: Perspektiven für Ihr Investment oder den strategischen Standortwechsel Ihres Betriebs

Mit seinen 14 Städten und Gemeinden (rund 275.000 Einwohner) ist der südhessische Kreis Groß-Gerau Teil der bedeutenden Wirtschaftsregion Frankfurt Rhein-Main und Innovationsraum im unmittelbaren Einzugsgebiet der Mainmetropole. Städte wie Groß-Gerau, die Automobil-Stadt Rüsselsheim (Opel, Hyundai, KIA), Kelsterbach, Mörfelden-Walldorf oder Ginsheim-Gustavsburg (Autozulieferer, Automotive) sind durch ihre begünstigte Lage mit 12 Autobahnanschlüssen, die Nähe zum Verkehrsknotenpunkt Frankfurter Kreuz (A3, A5), dem Airport Frankfurt (Fraport AG) und zwei Frachthäfen sowie einer hervorragenden Schienenanbindung bestens mit der Großregion vernetzt. Die herausragende Verkehrsinfrastruktur öffnet national und international tätigen Unternehmen weitreichende Standortvorteile für ihre wirtschaftliche Entwicklung. 

In den Kommunen setzt eine ausgeprägte Wirtschaftsförderung Impulse für die Fortentwicklung (Gewerbegebiete) der jeweiligen Standorte. Zukunftspotenzial nicht nur für international tätige Unternehmen, sondern vor allem für Betriebe des Mittelstands, Logistikunternehmen, Dienstleister und das Kleingewerbe, die hier ideale wirtschaftliche Perspektiven finden. Der Kreis Groß-Gerau verfügt insgesamt über rund 2.000 Hektar Gewerbefläche, die sich auf 94 Gewerbegebiete verteilen.

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Groß-Gerau

Als geografisches Mittelzentrum im südlichen Rhein-Main-Gebiet ist die Kreisstadt mit ihren rund 25.700 Einwohnern ein zentraler Verwaltungs- und Versorgungsort. Strukturell prägen Verwaltung, mittelständische Unternehmen, Handwerk und Dienstleistung den Wirtschaftsstandort.

Die verkehrsgünstige Lage an der B 42/ L 3482 und B 44 sowie zu den Autobahnanschlussstellen Nord und Süd über die A 67 verbindet die Groß-Gerau mit den umliegenden Großstädten Darmstadt (11 km), Wiesbaden (23 km), Mainz (18 km) und Frankfurt (28 km). Der Flughafen Rhein-Main ist über die Autobahn in nur 15 Minuten erreichbar. Die hervorragende Lage mit einer optimalen Verkehrsinfrastruktur ist auch für international agierende Unternehmen ein überzeugendes Argument. Traditionsunternehmen wie der Nahrungsmittelkonzern Südzucker AG oder der Industriebetrieb Fagro hatten hier lange Jahre ihren Standort. Heute gehören der Konsumgüterkonzern Procter & Gamble, die Nordfrost GmbH (Tiefkühllogistik) und die Netlé-Tochter Erlenbacher Backwaren GmbH, dem deutschlandweit größten Produzenten von tiefgekühlten Kuchen und Sahneprodukten, zu den hier ansässigen Unternehmen.

Die zwölf Gewerbe- und Industriegebiete in der Kreisstadt Groß-Gerau verteilen sich auf eine Fläche von ca. 178 Hektar. Das mit über 40 Hektar größte Gewerbe- und Industriegebiet ist der "Wasserweg", nördlich der Innenstadt zwischen der Bahnverbindung Darmstadt-Mainz und der A 67. Die Nutzung auf dem ehemaligen Fagro-Industriegelände konzentriert sich primär auf Logistik- und Transportunternehmen wie dem weltweit operierenden Dienstleister Leschaco, der hier unter anderem die Nähe zum Frankfurter Flughafen (Cargo) vorteilhaft nutzt. Handel und das verarbeitende Gewerbe (Erlenbacher Backwaren) sind am „Wasserweg“ ebenso vertreten. Etwa ein Drittel der ansässigen Firmen sind im Bereich Ernährung tätig.  

Etwa halb so groß sind die fünf Gewerbe- und Industriegebiete "Four Parx GG RheinMain" auf dem ehemaligen Südzuckergelände, "Im Schachen", "Helvetia Parc/ GG08", "Procter-&-Gamble-Straße" und "Odenwaldstraße".

Im GewerbegebietOdenwaldstraße / Darmstädter Straße sind Autohäuser Logistikunternehmen (ARS Altmann) und zahlreiche Gewerbetreibende unterschiedlicher Branchen (Handwerk, Werkstätten, Baugewerbe) angesiedelt. Die Autobahnanbindung zur A 67 über die Anschlussstelle Büttelborn ist in ca. drei Minuten erreichbar. Ähnlich zeigt sich die Struktur im Gewerbegebiet Nordring mit den Firmen Rhenus, Bombardier, den Logistikern Nagel SE, WLL Logistik und DSV sowie Anbieter im Bereich Kfz-Handel.

Im Süden der Kreisstadt liegt das GewerbegebietHelvetiastraße / Union-Brauerei-Straße mit dem Einzel- und Fachmarkt-Zentrum EKZ „Helvetia Parc“: (REWE, ALDI, Burger King, Toom-Baumarkt, Volksbank Darmstadt-Südhessen, ATU Groß-Gerau und die Unternehmen Metro Cash & Carry (Fisch-Logistikzentrum) sowie Ratioform Verpackungen sind hier auf einer Fläche von 18,73 Hektar vertreten. Der Helvetia Parc (1,5 km zur Anschlussstelle Büttelborn auf der A 67) wurde 2008 komplett neu erschlossen. 

Rüsselsheim am Main

Die mit 66.000 Einwohnern größte Stadt des Kreises Groß-Gerau ist weltweit vor allem als Produktionsstandort der Automobilindustrie bekannt. Der Pioniergeist von Adam Opel ist auch heute noch zu spüren, wenngleich der Strukturwandel in der Automobilbranche längst zur Herausbildung zukunftsfähiger Sparten in den Bereichen Design, Forschung und Entwicklung geführt haben, die den Wirtschaftsstandort dynamisch voranbringen.

Besonders das „Automotive Cluster Rhein-Main-Neckar“ prägt die Wirtschaft der Stadt. In jüngster Zeit hat sich Rüsselsheim zu einem internationalen Kompetenzzentrum für Mobilität entwickelt: Das führende US-amerikanische Hightech-Unternehmen Velodyne Lidar (3-D-Laser-Scanner im Bereich autonomes Fahren, Robotik etc.) betreibt von Rüsselsheim aus sein Europageschäft. Neben dem Traditionsunternehmen Opel gehört das Entwicklungszentrum für Fahrzeugtechnologie des koreanische Autobauers Hyundai (KIA) sowie dessen Designzentrum in diesen Zusammenhang; Chevrolet Deutschland hat in Rüsselsheim seine Zentrale. Weitere Branchenschwerpunkte liegen darüber hinaus in den Bereichen Logistik und Luftfahrt, IT-Dienstleistung, Medizintechnik, Energiewirtschaft und Gebäudewirtschaft mit entsprechendem Bedarf an Büro- und Verwaltungsgebäuden, Lager- und Produktionsstätten sowie Betriebsstätten für mittelständische Unternehmen. 

Die günstige Verkehrslage (A 60, A 671, B 519, B 468) innerhalb des Großraumes Frankfurt am Main mit direkter Anbindung an den Frankfurter Flughafen, der südlich teilweise auf dem Stadtgebiet von Rüsselsheim liegt, sind Faktoren, warum sich viele global agierende Unternehmen hier angesiedelt haben. Die Stadt legt besonderen Wert auf eine Förderung der regionalen Wirtschaft, um deren Entwicklung weiterhin zukunftsfest zu gestalten. Zur Strukturentwicklung gehören unter anderem Gewerbeparks mit unterschiedlicher Ausrichtung.

Dazu gehört das GewerbegebietAlzeyer Straße / Wormser Straße (ca. 25.000 m2) am Verkehrsknotenpunkt B43 / Rugby Ring / Kurt-Schumacher-Ring mit der Anschlussstelle Süd zur A 60. Werkshallen und die Verwaltung der Adam Opel AG liegen in unmittelbarer Nähe. Auf dem zentrumsnahen Gelände befinden sich unter anderem das SB-Warenhaus, Kaufland, ein OBI-Baumarkt und -Gartencenter.

Das Gewerbegebiet „Hasengrund“ mit direktem Autobahnanschluss (A3, A60, A67) ist ein gewachsener Gewerbestandort, der seit den 70er-Jahren auf rund 40 Hektar weiterentwickelt wurde. Die großflächige Ansiedlung von Handels- und Gewerbebetrieben, Unternehmen im Dienstleistungssektor und Hotels zeigt eine erfreuliche Dynamik. Unter anderem befindet sich hier seit dem Jahr 2007 der Sitz des deutschen Importeurs von Chevrolet-Fahrzeugen (General Motors).

Interessant auch der Business Park „Blauer See“ mit einer Gesamtgröße von rund 270.000 m2. Die ideale Lage mit direktem Anschluss an die wichtigsten Fernstraßen (A60, A 671) in Schlagweite zum Frankfurter Flughafen (15 Minuten mit dem Pkw) und zur Mainmetropole (25 Minuten nach FFM) bietet optimale Wettbewerbsvoraussetzungen und bestmögliche Nähe zu Kunden in ganz Europa. Der Business Park präsentiert sich mit einer gemischten Bebauung, teils mit Wohngebieten im Grünen, Sportstätten und diversen Freizeitmöglichkeiten. Auf dem Gelände sind regional und international renommierte Unternehmen vertreten: Europäisches Entwicklungszentrum von Hyundai/KIA, Cargo Movers, World Courier, Druckzentrum Rhein-Main

Erwähnenswert außerdem das GewerbegebietAdam-Opel-Straße / Kurt-Schumacher-Ring / Eisenstraße (Polizei Rüsselheim, das kommunale Jobcenter Kreis Groß-Gerau, KFZ-Zulassungsstelle, sowie verschiedene Autohändler) und das Gewerbegebiet Mainzer Straße mit dem Opel Werk Rüsselsheim.

Mörfelden-Walldorf

Die Stadt (34.891 Einwohner) unweit des Frankfurter Autobahnkreuzes und in unmittelbarer Nähe zum Frankfurter Flughafen bietet nicht nur ideale Bedingungen für Unternehmen der Logistikbranche. In den drei Gewerbegebieten von Mörfelden-Walldorf haben weltweit führende Unternehmen in den Bereichen Automotive, Metallverarbeitung, Kunststoffindustrie und Elektrotechnik ihren Sitz. Kanthal, die Zweigniederlassung eines der führenden Entwickler für Heiztechnologie oder die GESIPA, ein wichtiger Partner im Bereich der Automobilindustrie, haben hier ihren Firmensitz bzw. Produktionsstätten.

Nennenswert sind das Gewerbegebiet Nord, Aschaffenburger Straße / Farmstraße / Am Zollstock mit diversen Gewerbebetrieben, sowie REWE, DM Drogerie Mörfelden-Walldorf und das Gewerbegebiet Industriestraße / Kurhessenstraße / Starkenburgstraße mit der Frankfurter Societäts Druckerei, DHL Logistik oder dem Zentrallager von ALDI-Mörfelden sowie verschiedene Gewerbebetriebe und Dienstleister.

Kelsterbach

In direkter Nachbarschaft zu Frankfurt ist Kelsterbach (rund 17.000 Einwohner) internationaler Knotenpunkt für Güter und Dienstleistungen. Die Auffahrten zu wichtigen Autobahnen (A3, A5 und A67) liegen um die Ecke, der internationale Flughafen Frankfurt ist in unmittelbarer Reichweite. FUJI EUROPE CORPORATION ist seit 2018 als direkte Niederlassung des japanischen Mutterkonzerns von Kelsterbach aus mit einer smart factory am Standort tätig. Das Logistikzentrum GROUP 7 ist Drehkreuz für den internationalen Luftfrachtverkehr und Partner für klassische Transport- und Logistiktätigkeiten. Kelsterbach bietet als moderner Dienstleistungsstandort in der Mitte des Rhein-Main-Gebiets eine ausgezeichnete Infrastruktur. Interessante Gewerbegebiete mit verfügbaren Büro-, Produktions- und Lagerflächen sind unter anderem: Airport City West, Langer Kornweg/Europort und Mönchhof.

Ginsheim-Gustavsburg

Die Gemeinde (rund 17.000 Einwohner) am sogenannten „Mainspitz-Dreieck“ bietet als Gewerbestandort in verkehrsgünstiger Lage mit direkter Autobahn- und Schienenanbindung (A 60, A 671) sowie einem Hafen mit Umschlagmöglichkeit beste Standortqualitäten. Die Nähe zu den Städten Mainz, Wiesbaden und Frankfurt ist für viele Gewerbebetriebe ausschlaggebend bei der Standortfrage. Wirtschaftliche Schwerpunkte liegen in der Fertigung für die Autoindustrie und im produzierenden Gewerbe: Dazu zählen die Hörmann Automotive Gustavsburg GmbH (vormals MAN), Isuzu Motors Germany oder die SMG Stahlmagazin GmbH mit einem Logistiklager für Opel. Rund 50 Firmen in den Bereichen Umwelt, Informations- und Kommunikationstechnik, des Handwerks und im Dienstleistungssektor haben im TIGZ, dem Technologie-, Innovations- und Gründungszentrum der Stadt, ihren Sitz.

Nennenswerte Gewerbegebiete: Am Flurgraben / Am Kupferwerk mit Unternehmen in den Bereichen Automobil, Logistik, sowie das UPS-Center Wiesbaden; Gewerbegebiet Haagweg / Am Flurgraben mit diversen Gewerbebetrieben; das Gewerbegebiet Ginsheimer Straße / Im Weiherfeld / Landdammstraße für Handel und Gewerbe: T-Gut Ginsheim-Gustavsburg, Rossmann, DHL, Harry-Brot sowie diverse Logistikunternehmen und Speditionen.

An dieser Stelle können wir nicht alle Standorte aufzählen, die auf lange Sicht für Selbstnutzer einer Immobilie oder Kapitalanleger von Interesse sind. Wenn Sie nähere Informationen zu lohnenden Gewerbeobjekten in der Wirtschaftsregion Rhein-Main wünschen, geben wir Ihnen gern auf Anfrage Auskunft. Lassen Sie sich von uns beraten. Nehmen Sie hier mit uns Kontakt auf.

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